Bericht: Manfred Koch Pressebeauftragter der Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Nonnweiler
Foto: Florian Frei  

„Jugendfeuerwehren haben insbesondere die Aufgabe, Jugendliche für den Gedanken ehren- amtlicher Tätigkeit in der örtlichen Gemeinschaft zu gewinnen und den Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehren heranzubilden“ - nachzulesen im Gesetz über den Brandschutz, die Technische Hilfe und den Katastrophenschutz im Saarland.
Im Rahmen der Dritten Delegiertenversammlung der Saarländischen Jugendfeuerwehr e. V., die am 28. Februar 2009 in der Hunnenringhalle Otzenhausen, Gemeinde Nonnweiler, stattfand, konnte man sich davon überzeugen, dass diese gesetzliche Vorgabe im Saarland in hervorragender Weise umgesetzt wird.
Groß war die Zahl der Ehrengäste, die neben 64 Delegierten der Einladung des Landesjugendbeauftragten Axel Hewer gefolgt waren: Innenminister Klaus Meiser, Landtagsabgeordnete Nadine Müller, der Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr Hans-Peter Schäfer, Landesbrandinspekteur Bernd Becker sowie der Landesjugendfeuerwehrwart aus Rheinland-Pfalz Dieter Seibel und Vertreter der Jugendfeuerwehr aus Luxemburg.
Als weitere Ehrengäste konnten begrüßt werden: der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Rembert Konter, die Brandinspekteure aus Saarbrücken und St. Wendel Reiner Schwarz und Hans-Josef Keller sowie Projektleiterin Maraike Rieber vom Jugendrotkreuz Saarland und der Geschäftsführer des Landesjugendrings Georg Vogel.
Aus der Gemeinde Nonnweiler waren Bürgermeister Hans-Uwe Schneider, der Otzenhausener Ortsvorsteher Guido Giebel sowie Wehrführer Frank Feid anwesend. Klaus Meiser, zuständiger Minister für den Brand- und Katastrophenschutz, lobte die vorbild- liche Organisation der Betreuung innerhalb der Saarländischen-Jugendfeuerwehren. Stolz war er auf die personelle Entwicklung: Zum 31.12.2008 gehören 3.997 Jugendliche, davon 776 Mädchen, den Nachwuchsorganisationen der Freiwilligen Feuerwehren an. 887 Mitglieder, unter ihnen 137 Mädchen, konnten in den Jahren 2007 und 2008 in den aktiven Feuerwehr- dienst wechseln. Bürgermeister Hans-Uwe Schneider bezeichnete die Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr als eine hervorragende Investition für die Gesellschaft. Diese werde künftig von den jungen Feuerwehrleuten durch verantwortungsbewusstes Handeln maßgeblich mitgetragen. Allerdings, so Schneider, müsse dem demografischen Wandel wirksam begegnet werden.
Landesbrandinspekteur Bernd Becker hob hervor, dass bereits durch die Gesetzesreform entscheidende Weichen gestellt worden seien: Nachdem das Eintrittsalter von zehn auf acht Jahre gesenkt wurde, sind die Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren erfreulicherweise beachtlich gestiegen. Den damit verbundenen zusätzlichen Aufgaben werde man sich gebührend stellen. Dazu gehöre insbesondere die Anpassung der Ausbildungspläne, aber auch die kontinuierliche Fortbildung der Betreuer.
Becker fungierte sodann als Versammlungsleiter, denn es standen Neuwahlen auf der Tagesordnung.
Ohne Gegenstimmen sprachen die Delegierten der Landesjugendleitung das Vertrauen aus:
Somit wurde Axel Hewer für weitere vier Jahre in seiner Funktion als Landesjugendbeauftragter bestätigt, ebenso Heike März als seine erste Stellvertreterin. Markus Klein, Kreisjugendbeauftragter für den Landkreis Neunkirchen, wurde zum zweiten Stellvertreter gewählt. Er tritt die Nachfolge von Georg Steimer an, der nicht mehr kandidierte.
Sophie Ulrich ist neue Schriftführerin. Dieses Amt war vorübergehend vakant.
Thomas Erb wird weiterhin den Fachbereich Bildung leiten, Mario Franzisky den Fachbereich Wettbewerbe, und Rafael Mailänder bleibt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Gleiches gilt für Markus Ettelbrück als Fachbereichsleiter Jugendpolitik und Joachim Petry als Leiter der Organisation. Das Ressort Internet wird wie bisher von Herbert Wilhelm geleitet.
Für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt wurde Johannes Bohr als Landesjugendgrup pensprecher. Er wird künftig von Isabelle Luther vertreten. Einstimmig verabschiedeten die Delegierten die Haushalte für 2009 und 2010.
Anschließend stellte Maraike Rieber die Arbeit rund um das im April 2007 gestartete Projekt i vor. Dabei handelt es sich um eine Kooperation des Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Saarland und der Saarländischen Jugendfeuerwehr. Zentrales Ziel ist die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Gruppen der beiden Verbände. Dies setzt voraus, dass die ehrenamtlichen Betreuer in den örtlichen Organisationen für diesen Themenschwerpunkt sowohl sensibilisiert als auch qualifiziert werden.
Zum Schluss stimmten die Delegierten einem Vorschlag der Landesjugendleitung zu, wonach erstmals ein Jugendzeltlager auf Landesebene stattfinden wird: vom 24. Juni bis 1. Juli 2011 am Bostalsee. Dominik Thiry, Kreisjugendbeauftragter für den Landkreis St. Wendel, berichtete über das Vorhaben und präsentierte der Versammlung die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und potenziellen Ausflugszielen in der Umgebung.

Gruppenbild nach der Versammlung Zum Vergrößern, Bild anklicken

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