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Presseinformation der Deutschen Jugendfeuerwehr |
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Alternative Idee: Feuerwehr verbindet – Vielfalt ist Zukunft! Die Deutsche Jugendfeuerwehr beim 28. Deutschen Feuerwehrtag in Leipzig
Vom 7. bis 13. Juni 2010 stand Leipzig ganz im Zeichen der Feuerwehr. Wohin man blickte, waren junge und alte Feuerwehrbegeisterte unterwegs, um die Weltleitmesse INTERSCHUTZ zu besuchen, an einer der zahlreichen Veranstaltungen und Talkrunden der Deutschen Jugendfeuerwehr teilzunehmen oder sich bei der Aktionsmeile mitten in der Leipziger Innenstadt einfach mal ein Bild von engagierten Jugendfeuerwehrmitgliedern zu machen. Anlass für das bunte Spektakel in der Sächsischen Metropole (Hauptstadt ist Dresden...) war der 28. Deutsche Feuerwehrtag. Alle zehn Jahre bringt der Deutsche Feuerwehrtag Verbandsvertreter und Mitglieder der örtlichen Feuerwehren zusammen, um sich gemeinsam über neue Entwicklungen auszutauschen. In diesem Jahr unter dem Motto "Leipzig verbindet - Feuerwehr grenzenlos". Mit dabei war natürlich auch die Deutsche Jugendfeuerwehr.
Die Weltleitmesse INTERSCHUTZ gilt als einmaliger Publikumsmagnet. Feuerwehrleute aus aller Welt informieren sich über Brand- und Gefahrenschutz, zivilgesellschaftliches Engagement und die gesellschaftliche Bedeutung der Unfallhilfe. Die Deutsche Jugendfeuerwehr nutzte diese Gelegenheit, um im Rahmen ihrer Kampagne "Unsere Welt ist bunt" neue Impulse zu setzen. In zahlreichen Podiumsdiskussionen auf dem gemeinsamen Messestand vom Deutschen Feuerwehrverband (DFV) und der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) wurden sechs Themen-Bausteine der Integrationskampagne mit hochkarätigen Referenten diskutiert und Erfahrungen für eine Weiterentwicklung gesammelt. Thematisiert wurden Ideen zur Integrationsarbeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, von jungen Menschen mit Behinderungen, der Gleichstellung von Jungen und Mädchen sowie der Umgang mit Homosexualität. Bunte Themen, tolle Diskussionen – gesammelt wurden zukunftsweisende Impulse und ganz konkrete Ideen für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit in der Deutschen Jugendfeuerwehr.
"Die bunte Welt ist in der Organisation von Feuerwehrverband und Jugendfeuerwehr angekommen. Ministerien, Politik und andere Organisationen haben erkannt, dass sich DFV und DFV den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen", resümierte Willi Donath, Vorsitzender des DJF-Fachausschusses Integration, am Ende die Ergebnisse der Talkrunden und Podiumsdiskussionen. Doch auch darüber hinaus wurden Zeichen gesetzt, die nachklingen sollen. Mit kleinen Bausteinen, der symbolische Einriss der lebensgroßen "Wand der Vorurteile" oder einer freien Diskussions- und Meinungswand in der DJF-Chill-out-Zone konnten Besucher der Messe ihren Teil zur Vielfalt und Meinungsbildung beitragen.
Neben dem täglichen Programm im Rahmen der Messe fanden auch zwei Fachkongresse statt, auf denen Feuerwehr, Fachwelt und Externe aufeinander trafen. Der „Zukunftskongress“ behandelte unter anderem die Frage, wie die Jugendfeuerwehren künftig aufgestellt sein müssen, um den gestiegenen Anforderungen und dem verändertem Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen gewachsen zu sein. Diskutiert wurden neue Wege im Marketing, aber auch wissenschaftliche Betrachtungen von bestimmten Milieus und Denkanstöße für eine gezielte Ansprache von künftigen Mitgliedern. "Wir müssen als Jugendfeuerwehr Spiegel unserer Gesellschaft werden", sagte Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr. "Wir müssen die Chancen aufgreifen und die jungen Menschen mitnehmen, die bisher bei uns nicht repräsentiert sind. Das sind Mädchen, aber auch Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen. Es ist erfreulich von Außen zu hören, dass wir uns mit der Bunten-Welt-Kampagne genau auf dem richtigen Weg befinden. Nun gilt es, diesen Weg auch beherzt und mit viel Engagement auf allen Ebenen fortzusetzen."
Einen beachtlichen Abschluss fand der 28. Deutsche Feuerwehrtag durch die Verabschiedung einer „Resolution gegen demokratiefeindliches Verhalten“ in der Delegiertenversammlung am 12. Juni. Mit der Resolution positioniert sich der Jugendverband deutlich gegen die Unterwanderung von Jugendfeuerwehren durch Gruppierungen und Personen mit demokratiegefährdenden Ideologien. "In den Jugendfeuerwehren leben wir ein tolerantes und couragiertes Miteinander. Bei uns haben Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung keine Chance!" betonte Bundesjugendleiter Johann Peter Schäfer im Anschluss. Mit der Resolution setzt die Jugendfeuerwehr ein sichtbares Zeichen gegen diskriminierendes und demokratiegefährdendes Verhalten und Gedankengut. Ebenfalls beschlossen wurde nach vielen Diskussionen der neue Creativ-Wettbewerb, der zu den Deutschen Meisterschaften die bunten und kreativen Ideen aus ganz Deutschland herausfordern soll, um so neben traditionellen Wettbewerben auch deutlich zu machen, wie vielfältig und abwechslungsreich die Jugendfeuerwehr ihren Alltag gestaltet. Dies wurde bereits auf der Aktionsmeile der Jugendfeuerwehr in der Leipziger Innenstadt spürbar. Mit ideenreichen und manchmal unkonventionellen Spielen lockten Gruppen aus ganz Deutschland ihre Besucher an und motivierten sie zum Mitmachen.
Der 28. Deutsche Feuerwehrtag in Leipzig – eine runde Sache für eine bunte Zukunft.
Weitere Informationen auf www.feuerwehrtag.de und www.jugendfeuerwehr.de
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