KulturCheck I-2008
"KulturCheck" ist ein Angebot im Rahmen von Projekt i , dem Projekt von Jugendrotkreuz und der Jugendfeuerwehr im Saarland.
Dieser "KulturCheck" befasst sich mit einem bestimmten interkulturellen Thema
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Bildungsreferentin JRK Referentin Projekt i DRK LV-Saarland |
Maraike Rieber Vollweidstraße 2 66115 Saarbrücken |
Tel.: +49 681 97642-82 Fax: +49 681 97642-95 Mail: rieberm@lv-saarland.drk.de |
Xinnián Kuàilè ! – Glückliches neues Jahr!
Nein, wir sind nicht viel zu spät. J Das chinesische Neujahrsfest ist heute!
Vor langen Zeiten soll es in China ein Monster namens Nien gegeben haben, das die Angewohnheit hatte, die Städte in der Neujahrsnacht nach allen Regeln der Kunst zu demolieren und die Bewohner zu fressen. Irgendwann fanden die Chinesen heraus, dass sich dieses garstige Ungeheuer vor Feuer, Lärm und der Farbe Rot fürchtete.... Zur Erinnerung an den Sieg über Nien wird seit dem zu Neujahr geknallt, rotes Papier aufgehängt und in vielen Städten werden Drachentänze aufgeführt. Riesige prächtige Drachen aus Papier, Stoff und Bambus schlängeln sich dabei durch die Straßen.
Gefeiert wird das Neujahrsfest in China, Taiwan, in leicht abgewandelter Form auch in Thailand, sowie von ethnischen Gruppen, die durch China in kultureller, religiöser oder sprachlicher Hinsicht beeinflusst wurden (Mongolen, Koreaner, Miao, Vietnamesen,...).
In China umfasst das Neujahresfest drei gesetzliche Feiertage, gefeiert werden traditionell aber fünfzehn.
Für diese Feiertage werden ab dem 20. Tag des elften Monats Vorbereitungen getroffen: die Häuser werden mit Bambuszweigen gereinigt um böse Geister aus den Ecken zu vertreiben und mit roten Laternen und Lampen dekoriert. Auch wird der Küchengott, einer der wichtigsten und ältesten Götter der Chinesen, mit Süßspeisen bestochen, so dass er bei dem großen Jadekaiser im Himmel nur süße Worte über die Familie verliert.
In der Neujahrsnacht findet sich die Familie zu einem Festessen zusammen, traditionell mit Hühnchen und Fisch. Um 23 Uhr ist es dann in China soweit, das neue Jahr wird mit einem riesigen Feuerwerk eingeläutet. Alle Fenster und Türen werden geöffnet, um das Glück hinein zu lassen. Die folgenden Tage werden im Kreise der Verwandtschaft verbracht. Der Abschluss des Neujahresfest wird am 15. Tag des neuen Jahres mit dem Laternenfest gefeiert, welches durch Feuerwerke, Drachen- und Löwentänzen, sowie Mah-Jongg-Spielen (chinesische Brettspiel) begleitet wird.
Der chinesische Kalender ist im Gegensatz zum gregorianischen Kalender astronomisch definiert. Das chinesische Neujahr fällt jeweils auf unterschiedliche Tage. Es findet zwischen dem 21. Januar und dem 20. Februar, genau in der ersten Neumondnacht zwischen diesen Tagen, statt. Nach der chinesischen Astrologie ist mit dem Neujahr der Wechsel zwischen den 12 verschiedenen Erdzweigen verbunden, welche den zwölf Tieren des chinesischen Kalenders entsprechen. Dieses Jahr befinden wir uns im Tierkreiszeichen der Ratte, danach geht es in folgender Reihenfolge weiter: (2009 im Jahr des Büffels, 2010 im Jahr des Tigers, 2011 Hase, 2012 Drache, 2013 Schlange, 2014 Pferd, 2015 Ziege, 2016 Affe, 20017 Hahn, 2018 Hund und 2019 im Jahr des Schweins.)
Glückbringende Gebräuche: Öffnen von Türen und Fenstern um Glück ins Haus zu lassen, Hausputz für das Glück, neue Hausschuhe um alte Gerüchte und Urteile abzustreifen, das Süßen von Speisen, um das Jahr zu versüßen...
Unglückbringende Gebräuche: Das Schneiden der Haare während der Festlichkeiten, schwarze (=Unglücksfarbe) und weiße Kleidung (=Beerdigungsfarbe) meiden, Bücher während der Festlichkeiten zu kaufen bedeutet Unglück, da das Wort für Buch identisch mit dem für verlieren ist...
Mehr Informationen gibt es auch unter:
www.wikipedia.de
www.german.china.org.cn
www.br-online.de


